Gemeinde : Lechbruck
    
Region : Ostallgäu
Landkreis : Kempten
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Vom Flößerdorf zum Erholungsort
 
 
Aller Anfang war der Lech. Dieser einstmals wilde und ungebärdige Gebirgsfluß, der droben im Lechquellengebirge des Arlbergs entspringt, gab Lechbruck nicht nur seinen Namen. Nachdem er sich nach eiszeitlichen Wirren endgültig sein Bett in der heutigen Form von Vorarlberg über Tirol, das heutige Allgäu und das bayerische Schwaben zur Donau hin gegraben hatte, prägte und prägt er Landschaft und Menschen, die ihn seit alters her an seinen Ufern begleiten.
Von Lechbruch war freilich noch lange nicht die rede, zuerst siedelten die Illyrer hier, dann kamen die Kelten. Und die Römer die anno 15 vor Christi das Land nördlich der Alpen eroberten, die sollen hier eine erste Brücke über den Lech gebaut haben. Eine berühmte Straße jedenfalls führte an den Lechwiesen entlang: die Via Claudia Augusta, die Augsburg mit Verona verband. Aber noch immer ist in unserer Geschichte von Lechbruck die Rede. Die Bauernhöfe rechts und links des Lechs sind jedenfalls viel älter
als die Siedlung, die später an den Ufern des Flusses entstand, In einem Urbar des Jahres 1316 wird "der Hof ze Lech" zum erstenmal erwähnt, 1398 fällt erstmals das Wort "Lechprug". Zwei Dorfteile waren es also, Lech und Lechbruck, die später zu einer Gemeinde werden sollten.